Herz-Jesu-Freitag

Paray-le-Monial liegt im Süden Burgunds, an der Bourbince, und zählt heute rund 9.200 Einwohner. Das stille Städtchen ist seit dem 17. Jahrhundert unlöslich mit der Andacht zum heiligsten Herzen Jesu verbunden, hier empfing die heilige Margareta-Maria Alacoque die großen Offenbarungen des göttlichen Herzens.

Die Chapelle des Apparitions

Nur etwa hundertfünfzig Meter von der romanischen Basilika entfernt, in der Rue de la Visitation, liegt die Kapelle der Erscheinungen. Hier empfing Margareta-Maria am 16. Juni 1675 die große Erscheinung, in welcher der Herr die Einführung eines besonderen Festes am ersten Freitag nach der Fronleichnamsoktav verlangte. Die Kapelle gehört zum Kloster der Heimsuchung, in dem Margareta-Maria von 1671 bis zu ihrem Tod 1690 lebte.

Die Jesuitenkirche

Unweit des Klosters der Heimsuchung steht die Jesuitenkirche, in der die Reliquien des heiligen Claude de la Colombière ruhen. Er war 1675 erster Oberer der dortigen Jesuitenniederlassung und Beichtvater Margareta-Marias; auch er starb in Paray, am 15. Februar 1682.

Wallfahrtsort bis heute

Über die Jahrhunderte hat Paray-le-Monial seinen Charakter als Wallfahrtsort bewahrt. Pilger aus aller Welt kommen jährlich, um in der Kapelle der Erscheinungen zu beten, die Reliquien der beiden Heiligen zu verehren und an Heiligen Messen und Andachten teilzunehmen. Über fast zwei Jahrhunderte rang die Kirche um die liturgische Anerkennung der Herz-Jesu-Andacht, erst 1856 wurde das Fest des heiligsten Herzens Jesu von Papst Pius IX. für die gesamte lateinische Kirche eingeführt.